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Nützliches für den Ruhestand

Ruhestandsplanung: wichtig vor allem für Frauen

15.04.2016: Ruhestandsplanung: wichtig vor allem für Frauen.

„Altersarmut ist weib­lich“ ist der Befund vieler Studien zum Thema Frauen und Finanzen. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Noch immer verdienen Frauen bei gleicher Arbeit weniger, sie werden älter als Männer, arbeiten öfter in Teilzeit, haben Ausfälle durch Kindererziehung und andere Familienarbeit. Dazu kommt ein weit verbreitetes Desinteresse von Frauen am Thema Finanzen. Dieses Desinteresse muss überwunden werden, damit Frauen in ihrer Ruhestandsplanung die gleichen Chancen haben wie Männer – und im Alter finanziell gesichert leben können. Der Bundesverband Der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. BDRD klärt über dieses Thema neutral und anbieter- wie produktunabhängig auf.

 Wegen ihrer höheren Lebenserwartung aber auch wegen zu erwartender niedrigerer staatlicher Rentenzahlungen durch Kindererziehungszeiten und häufigerer Teilzeitarbeit haben Frauen ganz andere Bedürfnisse als Männer. Darauf weist der Bundesverband Der Ruhestandsplaner Deutschland BDRD e.V. immer wieder hin. Heute erhalten Rentnerinnen im Schnitt deutlich weniger Geld aus der Rentenkasse als Rentner:

Durchschnittsrenten (Stand 2014):

  Frauen Männer
Alte Bundesländer 565,61 1.020,32
Neue Bundesländer 823,54 1.110,61

 

Dazu kommt, dass Frauen den aufgrund der höheren Lebenserwartung höheren Kapitalbedarf im Ruhestand deutlich unterschätzen. Vor allem die Auswirkungen der Inflation werden beim Blick auf die jährlich von der staatlichen Rentenkasse versandte Rentenprognose oft außen vor gelassen. Die Kaufkraft des dort aufgeführten Betrags wird in 20 Jahren selbst bei der von der Europäischen Zentralbank angenommenen moderaten Inflation von rund drei Prozent pro Jahr wesentlich geringer sein.

 Für Frauen ist es noch wichtiger als für Männer, dass ihre Ruhestandsplanung nicht, wie bei vielen Banken und Finanzberatern üblich, nur auf das Alter von 75 ausgerichtet wird. Lebensspannen von 95 Jahren sind bei vielen Frauen, heute nichts Ungewöhnliches mehr. Denn selbst eine zunächst hoch erscheinende Summe aus Rentenanwartschaften oder Lebensversicherungen wird durch Inflation geschmälert und durch einen höheren Aufwand für Gesundheit oder Mobilität wieder aufgezehrt. Ihre finanzielle Unabhängigkeit sollten Frauen sich möglichst auch unabhängig vom Partner

Erhalten, so der BDRD e.V. Das neue Unterhaltsrecht macht es nötig, dass Frauen oft gezwungen sind, nach einer Scheidung in relativ kurzer Zeit wieder für sich selbst zu sorgen.

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