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Ist Wohnriester sinnvoll?

  Ist Wohnriester sinnvoll?
 Der Traum vom Eigenheim. Fast jeder Deutsche träumt von den eigenen vier Wänden. Dies ist sicherlich ein Grund, warum die Wohnriester-Verträge in den letzten Monaten einen regelrechten Hype erleben. Die Bausparkassen sind sogar die einzigen, die bei den Riester-Verträgen im 1. Quartal 2013 einen Nettozugang an Verträgen verbuchen konnten. Ein cleverer Marketing-Schachzug der Bausparkassen, denn Wohnriester ist mit allen Vertragsformen möglich. Bei allen anderen Vertragsformen hat der Kunde mehr Geld zur Verfügung als im Bausparvertrag (siehe Beispiel). Ist also dieser Hype gerechtfertigt?
Schaut man sich die verschiedenen Bausparverträge an, so fällt einem sofort die niedrige Guthabenverzinsung von gerade mal 0,25 % p.a. (Bsp. Schwäbisch Hall) auf. Wenn man sich an die Anfänge zurückerinnert, war Riester ursprünglich als ergänzende Altersvorsoge gedacht, um die Lücke durch die Rentenkürzung in 2002 zu schließen. Aber kann man effektive Alters­vorsorge mit einem Guthabenzins von 0,25 % brutto, bei einer Inflationsrate von über 2,5 %, bestreiten? Ich denke nicht. Nach einer Studie des Europäischen Hypothekenverbandes, haben wir in Deutschland eine Eigenheimquote von gerade einmal 43 %. Das heißt im Umkehrschluss, 57 % aller Wohnriester-Sparer werden niemals ein Eigenheim erwerben. Diese Gruppe spart dann für die private Alters­vorsorge mit den oben genannten 0,25 %.
Ein weiterer Punkt, warum Wohnriester nicht sinnvoll ist, ist folgender: Der Hauseigentümer der sein Haus mit Riester finanziert hat, wird sich im Alter sicher freuen, denn die einbezahlten Beiträge und Zulagen werden auf einem sogenannten fiktiven Förderkonto geführt und dort auch verzinst. Geht also der stolze Eigenheimbesitzer in Rente wird aus diesem Konto eine fiktive Rente errechnet, die er dann auch noch zu versteuern hat. Wurde er darüber von seiner Bausparkasse aufgeklärt? Ein Teufelskreis, da die eigentliche Alters­vorsorge ja im Haus steckt (bei welchem jetzt auch eventuell die ersten Reparaturen anfallen) und der Riester-Finanzierer, der von der mageren gesetzlichen Rente, seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, auch noch Steuern auf eine Rente bezahlt, die er gar nicht erhält.

Fazit: Dies sind die wichtigsten Punkte, warum Riester in Bausparen, in den meisten Fällen, keinen Sinn macht. Hier wurde die schädliche Verwendung bei Verkauf des Hauses, innerhalb von 10 Jahren, aus welchen Gründen auch immer, noch gar nicht behandelt. Wer sich ein Eigenheim, nur mit Hilfe der Riester-Zulage anschaffen kann, sollte sich sehr genau überlegen, ob er dieses Projekt in die Tat umsetzt oder lieber noch ein paar Jahre Eigenkapital anspart, um dann wirklich einen sorgenfreien Lebensabend in seinen eigenen vier Wänden zu verbringen.

Beispielrechnung:
Ein 20 Jähriger bezahlt 100 € in einen Bausparvertrag. Sein gleichaltriger Freund in einen Fondssparplan bei 5 % Rendite.
BSV: Der Bausparer hat mit 40 Jahren einen Vertragswert von: 27.456 €*
FSP: Der Fondssparer hat mit 40 Jahren einen Vertragswert von: 44.221 €*

*Kosten wurden berücksichtigt: BSV: 1 % Abschlussgebühr; FSP: 5 % Ausgabeaufschlag

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